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Vivai Software AG

Frankfurt am Main/Dortmund (ots|wro) - In einem EU-weit einzigartigen Verbundprojekt wird jetzt erstmals eine Plattform aufgesetzt, die ein selbstbestimmtes Leben im Alter in den eigenen vier Wänden ermöglicht. Über eine einfache App und mittels ausgefeilter Sensorik werden Menschen in Zukunft Hilfen erhalten, die genau auf ihre aktuelle Lebenssituation abgestimmt sind. Hierfür sollen bisher getrennt gehaltene Daten aus dem Pflegesektor sicher an zentraler Stelle gebündelt und für altersgerechte Diagnose- oder Pflegedienste eingesetzt werden.

   

Im Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) lassen sich Vital- oder medizinische Versorgungsdaten einfach und sicher bereitstellen. Das ist für Menschen wichtig, die im Alter in den eigenen vier Wänden ein selbstbestimmtes Leben führen wollen. Mit der IoT-Plattform von Smart Service Power, dem neuen Agilitätsservice aus Dortmund, wird dies für jedermann möglich. Grafik: obs/Vivai Software AG

Möglich wird der neue Agilitätspush für Alte durch das Projekt "Smart Service Power" (SSP). Um die Plattform in den nächsten zwei Jahren interaktiv mit den zukünftigen Nutzern aufzusetzen, haben sich 14 Anbieter und Institutionen auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt. Sie werden in der Modellregion Dortmund eine Unterstützungsplattform aufsetzen, der älteren Menschen wieder mehr Eigenverantwortung und ein besseres Lebensgefühl gibt - und einen längeren Verbleib in der eigenen Wohnung ermöglicht.

Jetzt hat das Diplomatic Council (DC), ein globaler Think Tank
und Berater der Vereinten Nationen für den Brückenschlag zwischen Diplomatie, Wirtschaft und Gesellschaft
(www.diplomatic-council.org), dem SSP-Projekt den DC Information Society Award verleihen. Verbunden mit diesem
Preis ist die Nominierung zum World Summit on the Informa-
tion Society (WSIS) Prize 2017 der Vereinten Nationen. Mit der Auszeichnung würdigt der DC Projekte im Bereich Informations- und Kommunikationstechnik, die in herausragender Weise dazu beitragen, dass die auf der letzten UN Generalversammlung verabschiedeten Sustainable Development Goals (SDG)
erreicht werden.

Bettina Horster, Geschäftsführerin der Dortmunder VIVAI Soft-
ware AG, ist von der Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit der prämierten Plattform überzeugt: "Wir gehen hier mit geballter Daten- und Internettechnik auf den bereits laufenden demogra-
phischen Wandel ein. SSP ermöglicht älteren Menschen und ihren Angehörigen nicht nur ein selbstbestimmteres Leben, sondern gibt ihnen auch ihre Datensouveränität zurück." VIVAI (www.vivai.de) ist Konsortialführer von SSP.

Datensouveränität heißt für Horster, dass "Menschen in Kürze selber entscheiden, wer, wie, wie oft, in welchem Kontext und in welcher Granularität auf die sehr sensiblen Daten aus dem Gesundheitsbereich zurückgreifen kann." Wenn Daten das Öl des 21ten Jahrhunderts seien, so Bettina Horster weiter, dann sollten diejenigen, die die Daten erzeugen, auch etwas davon haben. Die Alles-oder Nichts Mentalität von WhatsApp oder Google - du gibst mir die Daten und kannst dafür die Applikationen nutzen - sei nicht mehr zeitgemäß. Eine bessere Lösung werde durch die ausgeklügelte Datennutzungskontrolle und das Fair-Share Businessmodell von Smart Service Power geschaffen.

Die Stadt Dortmund fokussiert als erste Smart City weltweit das Thema Demographischer Wandel. Das Projekt Smart Service Power ist Teil der Smart City Strategie der Stadt Dortmund. Das SSP-Kernteam besteht aus der VIVAI Software AG (Konsortial-
führung), der Fachhochule Dortmund, der DOGEWO 21, dem Fraunhofer InHaus Zentrum, dem Pflegedienst Hüberthal Dortmund und der InHaus GmbH, Duisburg. Assoziierte Partner sind die Städte Dortmund und Arnsberg, die Trilux GmbH, die Barmer GEK und die AXA Versicherungen, die Architekten Schamp & Schmalöer sowie nicht zuletzt der Smart Home Deutschland e.V. und der Internetverband eco e.V.

Weitere Informationen zu SSP unter den folgenden Links:
Hintergrundtext:
http://ots.de/QHhgn
Projekt-Präsentation mit technischer Info und Anwendungs-Szenarien: http://ots.de/ZfMCv

Das Projekt wird durch die EU (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) und das Land NRW gefördert.